
Fanfaren- und Trommelklänge zwischen den Wolkenkratzern
Der Asphalt der 5th Avenue bebt nicht nur unter den Schritten der Millionen, er bebt unter dem rhythmischen Marsch der Fanfaren- und Spielmannszug Altenstadt. Vor der monumentalen Kulisse des Central Parks, während die Wolkenkratzer in den Himmel ragen, ist es endlich so weit: Der Moment, auf den der Verein Jahre gewartet hat.
Es ist ein Bild, das lange Zeit nur in den Köpfen der Mitglieder existierte. Die Steubenparade ist nicht einfach nur ein Auftritt; sie ist die Krönung einer Reise, die weit vor dem Abflug in Frankfurt begann. Damit dieser Moment möglich wurde, war eine enorme Kraftanstrengung nötig: Über zwei Jahre lang arbeitete der Verein unermüdlich an der Organisation. Es ging nicht nur um Musik, sondern um eine logistische Meisterleistung – vom Planen der Routen bis hin zur komplexen Sicherstellung des Transports der empfindlichen Instrumente über den Atlantik.
Dieser Erfolg war jedoch kein Einzelprojekt der Musiker. Eine intensive Spendenkampagne sicherte die Finanzierung, und die Begeisterung für das Vorhaben war so groß, dass nicht nur die aktiven Spieler, sondern auch eine Gruppe engagierter Fans und Unterstützer des Vereins die Reise nach New York antrat.
Die Tage vor dem großen Samstag waren geprägt von der rasanten Dynamik der Weltstadt. Nach der Ankunft am Mittwoch und dem ersten Eintauchen in das bunte Treiben am Times Square, begann am Donnerstag eine Reise durch die Geschichte. Mit der Fähre zur Freiheitsstatue und nach Ellis Island spürten die Teilnehmer die tiefe Verbindung zwischen der alten und der neuen Welt, bevor am Nachmittag die Führung durch den Stadtteil Brooklyn für ein weiteres Highlight sorgte
Der Freitag war geprägt von der imposanten Architektur von Lower Manhattan mit dem Financial District rundum die Wall Street, sowie dem bewegenden Denkmal and die Terroranschläge des 11. September 2001. Beim anschließenden Galaabend aller Teilnehmer der Steubenparade traf die Abordnung des Vereins auf Florian Hahn, Staatsminister im Auswärtigen Amt.
Nach dem Auftritt bei der Steubenparade am Samstag suchte die Gruppe am Sonntag eine andere Form der Gemeinschaft. Auf dem Rückweg zum JFK-Flughafen machte die Gruppe einen Zwischenstopp auf dem „Ompha Fest“ im Plattdeutschen Park in Long Island. Hier trat der Verein ein zweites Mal an diesem Wochenende Sinne der deutsch-amerikanischen Freundschaft auf und setzte der Reise damit einen krönenden Abschluss.
Was als Plan vor zwei Jahren begann, endete als ein unvergessliches Erlebnis, das die Identität des Vereins nachhaltig geprägt hat. Nach 2011 war es die zweite Teilnahme des Fanfaren- und Spielmannszugs an der Parade und der damit verbundenen Reise in die Weltmetropole. Das Erlebnis wird wohl allen, egal ob zum ersten oder zweiten Mal dabei, noch einige Zeit in Erinnerung bleiben.

